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...sich einander durch die Köpfe schauen. Die Installation HEADZAPP ermöglicht
die Sicht (auf Sichten)n

HEADZAPP

Diese Installation war im Rahmen der CYNETart03 am 10. und 11. Oktober 2003 im Festspielhaus Hellerau in Dresden zu erleben.

Mein Begriff der "subjektiven Kamera" beschreibt ein filmisches Mittel, was mir die persönliche Sicht einer Figur darstellt. Ich sehe mit den Augen des Protagonisten - stecke regelrecht in ihm drin, identifiziere mich dadurch mit ihm.

Eine subjektive Sicht beschränkt sich aber nicht nur auf den konkreten Blick einer Figur, die aus der ihr sichtbaren Umwelt Ausschnitte wählt, sondern auch die Sicht auf Ausschnitte - die Auswahl von Perspektiven - letztlich die Arbeit eines Regisseurs stellt eine neue subjektive Sicht dar, mit der ich mich meist zwangsläufig identifizieren muss.

Täglich strömen endlose eigene oder fremde Subjektiven u.a. durch das heimische TV-Gerät auf mich ein. Fast ohnmächtig und vor allem ungehört bin ich gezwungen aus der Masse wieder ein persönliche Sicht zu formen - durch die Köpfe der Anderen zu zappen.

Die Installation HEADZAPP stellt ein Fernseh-Netzwerk bereit, in die wir subjektive Sichten speisen können und unter denen ich dann mittels klassischer Fernbedienung zappen kann. Dabei beschränkt sich meine Wahl nicht allein auf die Sicht eines Regisseurs sondern auch die originalen Quellen stehen mir bereit.

Vielmehr: Durch die spezielle Ring-Topologie bekomme ich die Möglichkeit zurück zu schlagen. Meine Sicht auf die Dinge formt selbst wieder eine Quelle die beginnt ins Netzwerk zu fließen - Grundlage für die Sicht Anderer zu werden. Ich bekomme ein Sprachrohr - werde selbst zum Regisseur.

Statt nur zu reagieren beginne ich mit dem Netzwerk zu interagieren.


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