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Der Akteur wird zum Kameramann - der Kameramann zum Akteur.

Ein kleines Beispiel zur Motivation: Stellen Sie sich bitte vor, Sie möchten einem Kollegen in Übersee per Viedeokonferenz klar machen, wie er ein bestimmtes Objekt behandeln soll. Dabei haben Sie leider keine Hand frei, da der Vorgang nur mit beiden Händen zu erledigen ist. Sie müssen außerdem sicherstellen, das Ihr Kollege stets sieht, was Sie gerade meinen. Danach möchten Sie kontrollieren, ob Ihr Kollege das Teil auch richtig in Hongkong einbaut.

Vielleicht merken Sie schon, wo das Problem liegt: Der Kameramann. Damit er alles richtig einfängt, brauchen Sie ihn erstens hier und in Hongkong. Zweitens darf das Objekt möglichst nicht von Ihren Händen verdeckt werden. Drittens sollte er Sie und Ihren Kollegen dabei nicht die ganze Zeit stören und viertens bei soviel Service immer noch preiswert sein. Die beste Lösung: Er sollte direkt in Ihren Köpfen stecken.

Eine Kopfkamera ist gut geeignet um seine eigene Tätigkeit kostengünstig zu dokumentieren.

Durch die garantierte Handfreiheit eignet sich die Kopfkamera bestens zur Dokumentation von Handwerk.

Auch Plattenspieler können Musikinstrumente sein. Ein Blick aus den Augen des Musikers interpretiert die Musik auf besondere Weise.

Die richtige "Behandlung" eines Objektes hat es schon gezeigt: Ein sehr wichtiger Einsatzbereich von Kopfkameras ist die Handarbeit, das Handwerk. Um sie zu dokumentieren ist es sehr wichtig, immer den richtigen Blick auf die Hände zu haben, um genau zu zeigen, was gesehen werden soll. Doch wer sieht die Hände des Handwerkes besser als er selbst? Wer ist mehr in der Lage, die wesentlichen Momente der Handarbeit herauszustellen?

Ein anderer Aspekt ist eher technischer Natur, bzw. eine Abgrenzung von anderen Einsatzzwecken. Kopfkameras müssen klein und leicht sein, um bei der Arbeit nicht zu stören. Kameras mit hoher Auflösung sind meist groß und schwer. Es ist also wichtig, das die Objekte der Begierde so nah wie möglich an der Kamera sind, z.B. so nah wie die Hände vom Kopf entfernt sein können. Dann sind die Objekte in Relation zur Bildauflösung gut zu erkennen. Um aber Landschaften oder andere entfernte Objekte zu filmen lohnt sich der Einsatz einer Kopfkamera nicht. Da sollte man schon eher auf eine herkömmliche Filmkamera oder einen Fotoapparat zurückgreifen.

Als besonderes Handwerk sei noch das Bespielen von Musikinstrumenten erwähnt. Hierzu zähle ich auch die Arbeit von Disk-Jockey's. Bemerkenswert an der Sicht des Musikers ist neben seiner melodischen Fingerfertigkeit auch der Rythmus, der durch die Kopfbewegung vermittelt wird.

Bei Interviews würde ein unauffälligeres Modell den Partner nicht so sehr in Bedrängnis bringen wie eine herkömmliche Kamera.

Ebenfalls in nächster Umgebung des Kopfes befinden sich Gesprächspartner. Die Kopfkamera ist also auch sehr gut für Interviews geeignet. Was dadurch unterstrichen wird, dass eine gefällige Kopfkamera den Gesprächspartner nicht so sehr in Bedrängnis bringt, wie es normalerweise mit einer großen TV-Kamera der Fall ist. Aber auch gilt hier es, sich wieder etwas abzugrenzen. Ein gepflegtes Interview, ähnlich einer Talkshow, sollte doch besser mit richtigen Kameras gefilmt werden. Eine Kopfkamera ist eher für das schnelle und spontane Interview geeignet.

Beim Sport entstehen oft die besten Perspektiven - hier ein wasserdichtes System zum Tauchen.

Der Einsatz zur Spionage, wie bei Tom Cruise in Mission Impossible, soll hier nicht behandelt werden.

Auch im Sport finden Kopfkameras öfter ihren Einsatz. So finden Sie bei der Suche nach 'Kopfkamera' öfter Videos von Fallschirmspringern, Radfahrern oder ähnlichen Sportlern. Hier kommt es ebenfalls darauf an die Hände frei zu haben und vor allem nicht durch das Gewicht einer Kamera beeinträchtigt zu werden.

Die Brillenkamera läßt häufig zunächst an den Einsatz als versteckte Kamera den-ken, also an Ausspähung, an Spionagezwecken. Und in der Tat sieht man immer öfter Kopfkameraszenen im Fernsehen, wenn z.B. die bösen Machenschaften und Verhaltensweisen einiger Geschäftemacher offenbart werden sollen. Ich möchte mich allerdings von solchen Anwendungen distanzieren und dringend abraten. Zu leicht kann das gesetzlich geschützte Recht am eigenen Bild verletzt werden, und unzulässige Abbildungen eines Menschen können sehr unerfreuliche Nachwirkungen haben.

Nachdem nun vielleicht klar wurde, was man mit so einer subjektiven Kamera alles machen kann, interessiert vielleicht:

Was für Gerätschaften habe ich dafür entwickelt?


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