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Die Schnittstelle "subjektive Kamera" kann entweder nur deine Sicht auf die Dinge aufnehmen ...
... oder dich völlig abschneiden und dir schon während der Aufnahme eine kanalisierte Wahrnehmung verpassen. Hier z.B. durch das integrierte Fischauge neben dem Weitwinkel-Objektiv.
Du kannst eintauchen in eine "virtureale Realität". Deine Sicht auf die Dinge wird nunmehr bestimmt durch...
...die Augen des Systems. Ob deine Wahrnehmung sich dann noch am eigentlichen Ort der Reizaufnahme befindet, spielt keine Rolle mehr. |
Mit meinen bisherigen Entwicklungen möchte ich ein System skizzieren, dass es ermöglichen soll die subjektiven Empfindungen Anderer erlebbar zu machen. Auf dem Weg zu diesem hoffentlich nie völlig erreichbaren Ziel könnten meine nächsten Schritte so aussehen: Ich werde weiter die unterschiedlichen Anwendungsgebiete auch durch unterschiedliche Kameras unterstreichen. Klein und unauffällig für Gespräche und öffentliche Auftritte, hochauflösend und farbig für Aufgaben, die bessere Bilder benötigen. Die Analog-Digitalschnittstelle wird künftig weiter in Richtung Kamera verlegt, d.h. die digitale Speicherung und Verarbeitung geschieht eher. Statt bisher nur je einen Bild- und Tonkanal sollen bald je 2 Kanäle zur Verfügung steht. Geschickte Algorithmen zur Speicherung von Stereovideo gilt es auszuwählen oder zu entwickeln. Die Schnittstelle zur Umwelt soll spürbarer werden, d.h. die aufgenommene Realität wird mehr und mehr kanalisiert, um den Übergang zur Telepräsenz zu ermöglichen. Konkret heißt das: Es entsteht in der ersten Stufe ein Helmsystem mit integrierten Kameras und Bildschirmen, Mikrofonen und Ohrhörern. In der Folgestufe werden Sensoren und Aktoren voneinander getrennt, d.h. mittels Headtracking-Verfahren wird die Kamera ferngesteuert. Das bedeutet auch die Einführung eines bidirektionalen Protokolls für Computernetze, sowie die Speicherung von Informationen über Raumposition und Orientierung zusätzlich zu den bisherigen Sensordaten. Bisher sind es Kopfkameras - wir aber haben einen Kopf im Kopf - die Augen. Es gilt eine Augenkamera zu entwickeln, die sich simultan zur Bewegung der Augen orientiert. Viele unscharfe Bilder ergeben ein scharfes Bild. Diese Behauptung versuche ich zu bestätigen und aus vielen verwackelten Bilder 1. dank ihres höher aufgelösten Orientierungsvektors und 2. mit rein analytischen Methoden Eins zu generieren. Dazu werde ich beginnen, subjektives Material in einer virtuellen Umgebung einzubinden. Subjektive reale Welten, werden so nicht nur passiv sichtbar sondern selbst autonom begeh- und erlebbar. Wenn man einen bewegten Film vor die Nase gesetzt bekommt wird einem schlecht, weil man die Bewegung nicht am eigenen Körper fühlt. Ist es möglich den Gleichgewichtssinn zu beeinflussen? (Darauf hätte ich gerne eine Antwort!) Um dann endgültig in Science-Fiction abzudriften: Synthetische Sensoren wie Kamera und Mikrofon durch Körpereigene wie Augen und Ohren, die ihre Daten über Nervenleitungen bündeln, abzulösen. Wie wäre es, direkt die Signale der Nervenbahnen aufzuzeichnen. Und Andersherum so gewonnene und ggf. bearbeitete oder künstlich erstellte Daten wieder direkt in das Nervensystem einzuspeisen. Oder nur einen Film darüber drehen. Solche Dinge sollte man bald nicht mehr alleine tuen, ich möchte also gerne kollaborieren, bevor ich eines Tages kollabiere.
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| ©1998-2004 Johannes Vockeroth |